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Rezept und Geschmackserlebnis: Veganer Möhren-„Lachs“

Rezept: Veganer „Lachs“ aus Karotten

Es gibt wirklich wenige Dinge, die ich als Veganerin vermisse. Lachs gehörte allerdings dazu. Ich habe früher unglaublich gerne Räucherlachs gegessen. Ich mochte ihn am liebsten auf einem Bagel mit Frischkäse. Aber drüber nachgedacht ihn zu essen, habe ich seither nicht mehr. Lachs gehört zu den „Dingen“ auf dem Einkaufszettel, die für mich einfach gestorben sind … oder besser: Auch der Lachs sollte eben für meinen Genuss nicht mehr sterben.

Doch dann hatte ich letztes Jahr eine kleine Offenbarung – dank Elli von VegCakes. Sie hatte für einen Geburtstag „Lachs“ aus Möhren gemacht. Wie geil war das denn bitte?! Ich bin eskaliert – Bis mein Bauch voller Karotten-Lachs und mir schlecht war.

Es war klar: Der Karotten-Lachs musste regelmäßig auf unseren Speiseplan. Inzwischen ist meine eigene Lachsvariante auch fester Bestandteil unseres Supperclub-Brunches.

Der Möhren-Lachs schmeckt perfekt mit Frischkäse – natürlich auch vegan. Das Rezept für den Frischkäse findest Du hier: Frischkäse aus Cashewkernen. Beides habe ich kürzlich zu einem Lachs-Wrap verarbeitet. Lecker!!

Hier ist nun unser Rezept für dieses tierleidfreie Geschmackserlebnis.

Zutaten

  • 500g Möhren
  • ca. 4 Wacholderbeeren
  • 2 Lorbeerblätter
  • ca. 8 Pfefferkörner
  • 1/2-1 Noriblatt
  • frischer Dill oder TK-Dill, fein gehackt
  • 2 Tl Agavendicksaft
  • etwas Zitronensaft
  • einige Schuss Flüssigrauch (z.B. bei alles-vegetarisch erhältlich)
  • einige Esslöffel Olivenöl
  • Salz oder Rauchsalz

Zubereitung

Als erstes bereitest Du die Möhren zu. Dabei gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Entweder schälst Du aus den Karotten mit dem Sparschäler zuerst die „Lachs“-Scheiben und dämpfst diese dann im Topf. Oder Du bereitest die Möhren zuerst im Ofen vor und verarbeitest sie dann weiter. Ich bevorzuge inzwischen die Ofen-Variante. Ich empfinde die Karotten dann als aromatischer. Hier beschreibe ich also die Ofen-Zubereitung genauer:

Wasche die Möhren gründlich und lege sie nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Dann gib die Wacholderbeeren und die Pfefferkörner in einen Mörser und zerstampfe sie leicht. Die Mischung gibst Du zusammen mit Salz und den 2-4 Esslöffeln Olivenöl auf Deine Möhren. Verreibe die Mischung gleichmäßig. Dann kommt das ganze für ca. 40-55 Minuten (je nach Möhrengröße) bei 190 Grad Umluft in den Ofen. Du kannst mit einem kleinen Messer prüfen, ob die Karotten gar sind. Du solltest leicht mit dem Messer hineinkommen. Zu weich sollten sie auch nicht sein. Denn dann kannst Du sie nicht mehr gut schneiden.

Lass die Möhren dann abkühlen, damit Du Dir nicht die Finger verbrennst, wenn Du sie weiter verarbeitest. In der Zwischenzeit kannst Du die Marinade für Deinen Möhren-Lachs machen. Hierzu das Noriblatt klein reißen und in heißem Wasser einweichen. Danach ausdrücken und fein hacken. Das klein gehackte Noriblatt zusammen mit dem Dill, Agavendicksaft, Zitrone, Flüssigrauch, Olivenöl und Salz in eine Schüssel geben und mit dem Rührbesen verrühren. Ich benutze immer relativ viel Flüssigrauch, da der Möhrenlachs ja auch wie geräuchert schmecken soll. Taste Dich an die richtige Menge am besten schrittweise ran. Fang mit 2-3 Tl an und probiere immer wieder. Wenn Du das Raucharoma so liebst wie ich, werden es am Ende bestimmt ein paar Teelöffel mehr.

Sind die Möhren ausreichend abgekühlt, kannst Du sie klein schneiden. Dafür nehme ich ein kleines Messer und schäle sie quasi quer. Dadurch entstehen breitere Streifen. Dort, wo es dann nicht mehr geht oder Du Dir die Finger brechen würdest, kannst Du einfach längs schmale Stücke ablösen. Ich mag es, wenn die Stücke etwas unregelmäßig sind. Worauf ich beim Schneiden achte ist, dass die zerstoßenen Wacholderbeeren und Pfefferkörner nicht in der Marinade landen. Auf Wacholderbeeren zu beißen, schmeckt nachher nicht so richtig lecker. Wenn Du die Möhren anfangs auch vernünftig geputzt hast, brauchst Du sie auch nicht zu schälen.

Die Möhrenstücke landen jetzt in der Marinade. Einfach alles gut vermischen und mindestens über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Je mehr Zeit der Karotten-Lachs zum Durchziehen hat, desto besser. So zwei Tage sind perfekt.

Lass es Dir schmecken!
Jessica

  1. Ich habe das noch nie ausprobiert, aber dein Rezept sieht schon von den Zutaten sehr aromatisch aus. Das werde ich testen.
    Viele Grüße
    Gundula

    • jessica

      Danke! Freut uns, wenn Dir das Rezept zusagt! Viel Spaß beim Nachmachen! 🙂 Viele Grüße Jessica

  2. corinna mueller

    Danke danke danke, das ist der Hammer! Ich war auch sehr skeptisch, aber heute schon das 2te Mal eingelegt. Schmeckt einfach super genial und sieht auch so aus. Wird uebrigens von Tag zu Tag besser, werde damit auch mal Tagliatelle mit „Raeuchermoelax „ausprobieren.. oder Tartar mit Cashew creme fraiche.. so viele Moeglichkeiten

    • jessica

      Hi Corinna, das freut uns total! Lachstatar klingt auch sehr spannend! Das probieren wir bestimmt auch mal. #yummie

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