Dinner Rezepte

Herr Johanns veganes Winterdinner Teil 3: Strudel mit Wintergemüse, Belugalinsen, Champignons und Estragonsauce

Der Strudel ist der Hauptgang unserers Winterdinners (die beiden Vorspeisen findet Ihr hier und hier) macht durch seine intensive Farbe direkt gute Laune und bildet zum hellen Grün der Estragonsauce einen schönen Kontrast. Außerdem kommt das zu Unrecht vernachlässigte Estragon-Kraut hier zu neuen Ehren. Und auch bei diesem Gericht gilt: Top zum vorbereiten.

Zutaten

Belugalinsen

  • 180g Belugalinsen
  • 24 braune, kleine bis mittelgroße Champignons
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Weißer Balsamico für die Linsen

Strudel

  • 1 Packung veganer Blätterteig (fast alle im Supermarkt erhältlichen Blätterteige sind vegan)
  • etwas Hafersahne zum Bestreichen
  • 1 Zwiebel
  • ½ Hokkaido-Kürbis
  • 2 mittelgroße Rote Beeten
  • 1 größere Pastinake
  • 2 mittelgroße Möhren
  • ½ Süßkartoffel
  • 100-150g Tofu, natur
  • Öl – z.B Kokosöl – für die Pfanne
  • 3-4 El Stärke
  • 2-3 El Sojajoghurt, natur
  • 50ml-80ml ungesüßte Sojamilch
  • Thymian
  • Salz
  • Pfeffer

Estragonsauce

  • 2 Stängel frisches Estragon (Achtung! Das Kraut ist sehr intensiv, lieber erstmal etwas weniger nehmen,
  • probieren und ggf. mehr dazugeben)
  • 50g Cashewkerne
  • 50ml Hafersahne
  • etwas Sojamilch (je nach Konsistenz)
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 1 Spritzer Agavendicksaft
  • ein paar Spinatblätter für die Farbe

Zubereitung

Strudel und Sauce könnt ihr Stunden bevor die Gäste kommen vorbereiten und hervorzaubern, wenn der Hauptgang ansteht. Und so geht’s:

Für den Strudel die Gemüsesorten in ganz kleine Würfel schneiden (0,5 – 1cm). Das ist zwar etwas mühselig, lohnt sich aber – so halten die Gemüse nämlich später im Strudel gut zusammen und sind trotzdem nicht eine Masse. Wichtig: Die Zwiebel separat in eine Schüssel, den Kürbis mit der Süßkartoffel zusammen und Karotte, die Rote Beete und die Pastinake gemeinsam in eine Schüssel – sie haben unterschiedliche Garzeiten.

Den Tofu schon mal in der Hand zerkrümeln und in einer Schüssel beiseite stellen. Öl in der Pfanne erhitzen und die Zwiebel hineingeben – glasig anschwitzen. Danach die Pastinaken-Beete-Möhren-Mischung dazugeben und einige Minuten mit anschwitzen. Danach die Süßkartoffel und den Kürbis ebenfalls dazugeben und wieder einige Minuten in der Pfanne weich werden lassen. Würzen. Das Gemüse sollte etwas weicher werden, aber noch nicht matschig sein. Und nicht erschrecken: Die anderen Gemüse nehmen ziemlich schnell ein bisschen Farbe der Roten Beete an.

Ganz viel Gemüse

Jetzt den Tofu unter das Gemüse mischen. Die Stärke in der Pfanne gleichmäßig verteilen und ebenfalls unterheben. Nun Joghurt und Sojamilch unterrühren – nochmals ordentlich salzen und pfeffern. Denkt dran: Was ihr jetzt nicht würzt bekommt Ihr nachher nicht in den Strudel als Geschmack hinein. Die Mischung nun in eine Schüssel geben und auskühlen lassen (wichtig!).

Für die Sauce die Cashewkerne in Wasser kochen – dann hat es der Mixer nicht so schwer. Dann alle Zutaten im Mixer fein pürieren. Je nach Konsistenz etwas mehr Sojamilch hinzugeben. Die Sauce sollte schon etwas dickflüssig sein. Abschmecken und für den Abend beiseite stellen.

Auch die Pilze könnt Ihr schon mal vorbereiten: Abbürsten und in Viertel schneiden. Bitte nicht waschen – Pilze saugen die Flüssigkeit auf, werden wässrig und schmecken nur noch halb so gut.

Wenn die Gemüsemischung für den Strudel abgekühlt ist, könnt Ihr Euren Strudel füllen. Hierfür den Blätterteig aus der Packung nehmen und das Gemüse gleichmäßig als eine Art dicke Wurst quer darauf verteilen. Zum Rollen sollte vorne und hinten ausreichend Teig bleiben. Die Ränder bestreicht ihr mit Hafersahne, dann haften sie besser aneinander. Nun alles zu einer dicken, länglichen Rolle aufrollen und die Ränder verschließen. Am besten macht Ihr das direkt auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech. Dann müsst Ihr den Strudel nicht mehr umlagern. Das birgt nämlich immer Kaputtgeh-Risiken. Wenn die Gäste dann da sind, könnt Ihr den Strudel in den Ofen schieben – vorher mit Hafersahne rundherum bestreichen. Am besten, wenn Ihr anfangt die Suppe anzurichten. 30-35 Minuten braucht der Strudel im Ofen – Temperatur ca. 190 Grad Umluft.

Wenn alle die Suppen gegessen haben, kannst Du Dich ans Hauptgericht machen. Hierfür Wasser für die Linsen aufsetzen und sie für ca 20 Minuten garen bis sie gar aber noch bissfest sind. Die Estragonsauce auf dem Herd langsam erhitzen. Die vorbereiten Champignons fangt Ihr an anzubraten kurz bevor die Linsen gar sind. Die Linsen gießt Ihr ab und würzt sie mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und einem guten Schuss Balsamico. Essig ist für den tollen Geschmack von Linsen meines Erachtens (und nach der Meinung meiner Oma) essentiell. Jetzt sollte auch der Strudel fertig sein – den müsst Ihr jetzt nur noch in gleichmäßige Stücke schneiden. Wenn nun alle Komponenten gar und heiß sind, könnt Ihr anrichten: Auf die Tellermitte ein paar Esslöffel Belugalinsen. Drumherum mit einem Esslöffel und etwas Schwung die Sauce verteilen. Auf die Linsen den Strudel legen und die Pilze an verschiedenen Ecken des Tellers verteilen. Und schon ist der nächste Gang fertig.

Tipps und Timing:

Im Grunde stecken viele Tipps schon in der Zubereitung: Dieser Hauptgang bietet den Vorteil, dass der knifflige Teil – nämlich das Befüllen des Strudels und das etwas langwierige Schnippeln des Gemüses – ohne Gäste stattfindet. Wenn die Gäste da sind, ist der Strudel entspannt im Ofen und nur die Linsen und die Pilze müssen wirklich gekocht sein.

Strudel aus Wintergemüse. Dazu: Belugalinsen, Champignons und Estragonsauce

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