Dinner Rezepte

Herr Johanns veganes Winterdinner Teil 1: Kürbishummus vorneweg und Apfelcarpaccio als ersten Gang

Unser Wintermenü hat uns vor allem wegen der vielen verschiedenen Farben gefallen. Die kalte Jahreszeit ist sowieso schon grau und trist, warum sollte es auf den Tellern genauso aussehen. Auch klassische Wintergemüse sind bunt, sind vielfältig und schmecken auch noch herrlich. Also: Wenn Ihr für dieses Menü einkauft, werdet ihr den Einkaufskorb vor allem mit Gemüse vollladen. Als kalorischen Ausgleich allerdings wartet das Dessert mit reichlich Zucker, Sahne und Schoki auf. Und auch wenn in unserer Auflistung der Nachtisch zum Schluss kommt – das Tolle an diesem Menü ist, dass Ihr das Mandelparfait bereits Tage im Vorfeld machen könnt und es am Dinnertag einfach nur noch aus dem Tiefkühlfach holen müsst. Das entspannt schon ungemein.

Noch ein kleiner Hinweis, bevor es endlich mit den Rezepten losgeht: Unser Suppen-Trio funktioniert natürlich genauso gut, wenn Ihr Euch eine der drei Suppen auswählt. Das macht das Ganze noch weniger kompliziert. Das gleiche gilt für das Dessert: Auch der Brownie schmeckt allein schon super – oder das Mandelparfait. Zu zweit sieht es allerdings noch besser aus.

Jetzt aber erstmal: Rezepte Teil 1

Alle Rezepte sind für 6 Personen gedacht

Gegen den ersten Hunger: Brot mit Kürbishummus

Zutaten:

  • 1 kleine Dose Kichererbsen, abgetropft
  • 1-2 Knoblauchzehen – am besten frisch
  • ½ Hokkaido-Kürbis
  • Olivenöl
  • Limettensaft
  • 3 El Tahin (Sesampaste)
  • etwas Hafersahne
  • 1 Spritzer Agavendicksaft
  • Salz
  • Pfeffer
  • Kreuzkümmel
  • Chili

Zubereitung:

Zuerst schneidet ihr den Kürbis in grobe Stücke und befreit die Knoblauchzehen von ihrer Haut. Beides auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, salzen, pfeffern und einen einen guten Schuss Olivenöl über das Gemüse geben. Alles kurz durchmischen. Bei 200 Grad für ca 15 Minuten im Ofen backen – bis der Kürbis weich ist.

Im Anschluss mit allen anderen Zutaten in einen Mixer geben oder mit einem Pürierstab pürieren. Eine exakte Mengenangabe für das Olivenöl und den Limettensaft lässt sich schwer bestimmen – das liegt auch an den Kichererbsen. Erst mal mit weniger anfangen und dann etwas dazugeben, bis das Hummus die richtige Konsistenz hat. Es sollte schön cremig sein. Als kleine Orientierung: 1 El Zitronensaft passt von Anfang an und beim Olivenöl könnt Ihr mit 3 El anfangen. Abschmecken bis lecker.

Tipp und Timing:

Den Hummus könnt Ihr ruhig schon einen Tag vorher machen. Im Kühlschrank hält er sich sogar mehrere Tage.

In kleine Schälchen gefüllt sieht er auch noch sehr hübsch aus und ist praktisch. Zusammen mit Brot auf dem Tisch, ideal um den ersten Hunger der Gäste zu stillen. Wie viel Brot bzw. Baguette Ihr benötigt, hängt stark von Euren Gästen ab. Wir haben gestern für 19 Gäste 9 Baguettes in den Ofen gepackt. Üblicherweise rechnen wir 1 Baguette für 3 bis 4 Personen – unsere Gäste hatten also ziemlich Hunger…oder es lag am leckeren Hummus 🙂

Kürbishummus

1. Gang: Apfelcarpaccio mit Feldsalat und Granatapfelkernen

Für dieses Rezept haben wir uns von Josita Hartanto inspirieren lassen (wir sind totale Fans ihres Hamburger Restaurants „Lucky Leek“ und ihrer Kochbücher „Vegan Genial“ und „Vegan schnell schnell“).

Zutaten:

  • 6 Handvoll Feldsalat
  • Granatapfelkerne aus ½ Granatapfel

Dressing:

  • ½ kleine Zwiebel, ganz fein gewürfelt
  • 1 Tl geriebener Ingwer
  • 3 El weißer Balsamico
  • 3 El Agavendicksaft
  • 4-5 El Rapsöl
  • Salz, Pfeffer
  • Currypulver

Apfelcarpaccio:

  • 3 Äpfel – Sorte egal, Hauptsache nicht grün und nicht mehlig
  • ca. 40ml Granatapfelsirup
  • ca. 40ml Apfelsaft
  • 2 El weißer Balsamicoessig

Kürbiskerne – karamellisiert:

  • 3 El Kürbiskerne
  • 2 El Puderzucker
  • 1 Spritzer weißer Balsamico

Zubereitung:

Feldsalat gründlich waschen, trocken schleudern und zur Seite stellen. Für das Dressing alle Zutaten miteinander verrühren. Ich mach das gerne in einem Glas mit Schraubdeckel– einfach Deckel drauf, zuschrauben, ordentlich schütteln und bis man es braucht zur Seite stellen.

Die Kürbiskerne gemeinsam mit dem Puderzucker und dem Balsamicoessig in einer Pfanne karamellisieren lassen – dabei ordentlich verrühren, so dass nichts anbrennt. Im Anschluss die Kürbiskerne auf ein Backpapier auslegen und abkühlen lassen.

Für das Apfelcarpaccio die Äpfel entkernen und in ganz dünne Scheiben schneiden. Die flüssigen Zutaten miteinander in einer Schüssel verrühren und die Äpfel darin einlegen – 30 bis 60 Minuten sind ideal.

Wenn die Gäste sitzen könnt Ihr alle Zutaten in Ruhe „zusammenbauen“: Feldsalat mit dem Dressing mischen und noch mal kurz zur Seite stellen. Dann auf den Teller pro Person 3-4 Apfelscheiben legen. Drauf platziert Ihr den Feldsalat. Und auf den streut Ihr die Granatapfelkerne und legt die Kürbiskerne dazu. Et voíla – fertisch.

Apfelcarpaccio mit Feldsalat und Granatapfelkernen

Tipp und Timing:

Auch diese Vorspeise lässt sich prima vorbereiten – den Salat könnt Ihr schon morgens waschen und abgedeckt einfach beiseite stellen. Das gleiche gilt für die Kürbiskerne und das Dressing. Einzig die Äpfel könnt Ihr erst kurz bevor die Gäste kommen einlegen.

Hier noch ein Tipp in Sachen Granatapfel: Ich bin früher wahnsinnig geworden, weil ich die kleinen Granatapfelkerne einfach nicht aus ihrer Hülle bekommen habe. Doch dann habe ich einen total effektiven Tipp bekommen – der ist doppelt hilfreich, wenn man ein paar überschüssige negative Energien loswerden muss. Ihr schneidet den Granatapfel in zwei Hälften – nicht längs sondern quer. Dann drückt Ihr die eine Hälfte an allen Seiten etwas zusammen. Und dann haut Ihr richtig feste mit einem Kochlöffel auf die äußere Hülle. Dabei solltet ihr das Obst über eine Schüssel halten – die kleinen, leckeren Kerne fallen Euch nämlich schon entgegen.

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