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Rezept: veganer Frankfurter Kranz

Rezept: veganer Frankfurter Kranz

Es gibt Küchenklassiker, die schreien förmlich danach veganisiert zu werden. Denn natürlich möchten auch wir nicht auf den ein oder anderen Geschmack unserer Kindheit verzichten – nur weil sich in den meisten Gerichten traditionell Eier, Fleisch, Milch oder sonst eine tierische Zutat befindet. Also nehmen wir immer wieder gerne die Herausforderung an und wandeln einen Klassiker in eine vegane Variante um. Das funktioniert herzhaft (z.B. ein veganer Heringsstipp) genauso wie süß (z.B. eine vegane Eierlikörtorte). Beim letzten Kaffeeklatsch war es dann soweit: Wir machten uns daran eine vegane Variante des Frankfurter Kranz zu bauen. Wir hatten vorher von Anja, dem veganen Foodnerd aus Düsseldorf, eine Frankfurter Kranz-Form erstanden und brannten darauf, sie endlich auszuprobieren.

Wenn man unseren Gästen glauben schenken darf: Der Versuch war sehr erfolgreich. Der Frankfurter Kranz war weg und Gäste glücklich. 🙂 Wir übrigens auch – denn uns hat die Torte auch ausgesprochen gut geschmeckt. Wer selbst mal die veganen Frankfurter Kranz probieren möchte: Hier ist das Rezept. Kleiner Hinweis noch: Wer den Frankfurter Kranz zu Hause nachbackt, sollte nicht auf Diät sein. 😉

Zutaten (für eine 28cm-Frankfurter Kranz-Form)*

* die meisten haben eine kleinere Form. Dann nehmt entsprechend nur 2/3 oder sogar nur 1/2 der Zuaten

Kuchenteig

  • 900g Dinkelmehl, 630er oder Weizenmehl
  • 500g Zucker
  • 3 Pck. Backpulver
  • etwas Zitronenschale
  • 450ml Öl
  • 750-800ml sprudeliges Mineralwasser
  • eine Prise Salz

„Buttercreme“

  • 750ml Mandeldrink mit Vanillegeschmack (oder ein alternativer Pflanzendrink)
  • 2 Pck. Vanillepuddingpulver (z.B. RUF)
  • 120g Zucker
  • 350g-400g weiche Margarine (z.B. Alsan wegen der „buttrigen“ Eigenschaften)
  • 300-400g aufschlagbare vegane Sahne (ich nehme grundsätzlich Schlagfix*, weil sie am gelingsichersten ist)
  • 1 Pck Sahnesteif

Krokant

  • 30g Margarine/ Alsan
  • 150g Zucker
  • 300g gehackte Mandeln

Außerdem:

  • 1/2 Glas Kirschmarmelade
  • Amarenakirschen (ich habe nirgendwo vegane knallrote Belegkirschen gefunden, daher nehme ich Amarenakirschen)
  • Margarine für die Form

Zubereitung

Für den Frankfurter Kranz ist etwas Geduld gefragt. Denn Ihr müsst warten, bis Eure Zutaten die richtigen Temperaturen haben. Der Teig sollte gut ausgekühlt sein, so dass Ihr ihn gut waagerecht durchschneiden könnt. Macht ihn am besten einen Tag vor der Buttercreme. Für die Buttercreme müssen wiederum die einzelnen Zutaten die gleiche Temperatur haben. Ist der Pudding zu warm für die Butter, bekommt ihr nämlich keine homogene Creme, sondern eine geronnene Fettpampe. Glaubt mir, ich spreche aus Erfahrung. 🙂 Habt Ihr die Hürde beim Backen gemeistert, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Es sei denn Ihr lasst das Krokant anbrennen. Aber da müsst Ihr eigentlich nur aufmerksam sein. Dann klappt das auch.

Den Teig vorbereiten

Der Teig ist schnell gemacht: Ihr gebt alle trockenen Zutaten in eine Schüssel und vermischt sie. Danach messt Ihr Öl und Sprudel ab und gebt beides mit in die Schüssel.  Mit einem Rührbesen alles zu einem homogenen Teig  verrühren. Der Teig sollte nicht zu lange gerührt werden, sonst geht er im Ofen nicht auf. Ist der Teig zu fest (wenn ihn also kaum verrührt bekommt), dann noch Öl oder/und Wasser hinzugeben. Die Menge variiert je nach Mehlsorte schon mal.

Dann fettet Ihr Eure Backform und gebt den Teig hinein. Bei 180 Grad Umluft lasst Ihr den Kuchen 70-80 Minuten backen. Verwendet Ihr eine geringere Teigmenge, reduziert sich die Backzeit. Macht hier einfach die Stäbchenprobe. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Krokant

Das Krokant könnt Ihr auch gut vorbereiten. Dafür die Margarine in einer Pfanne zerlassen, den Zucker hinzugeben und schmelzen lassen. Die Mischung sollte hellbraun werden. Dann die Mandeln dazugeben und unterrühren. Dann die Masse auf Backpapier auslegen und abkühlen lassen. Wenn alles kalt und fest ist, kannst Du das Krokant zerbröseln.

„Buttercreme“

Für die Buttercreme macht Ihr zuerst einen Pudding aus dem Mandeldrink, dem Zucker und dem Puddingpulver – wie auf der Puddingtüte angegeben. Dann lasst Ihr den Pudding abkühlen. Dabei am besten immer mal wieder umrühren.

Dann kommt der spannende Moment, wo Ihr Pudding und Margarine vermengt. Hierfür zuerst die  zimmerwarme Margarine mit einem Mixer oder in der Küchenmaschine schaumig schlagen. Danach esslöffelweise unter den Pudding ziehen. Wichtig: Es sollte keine Temperaturunterschiede geben. Sonst ist hier Schluss mit dem Frankfurter Kranz. Wenn das geschafft ist, könnt Ihr die Sahne mit dem Sahnesteif aufschlagen und ebenfalls unter die Creme ziehen. Auch die Sahne sollte die gleiche Temperatur haben.

Torte bauen

Jetzt könnt Ihr Euren Frankfurter Kranz zusammensetzen. Legt Euch alles zurecht: Den Kuchen, die Buttercreme, die Kirschmarmelade und die Krokantbrösel.

Zuerst schneidet Ihr den Kuchen zweimal waagerecht durch. Vorsichtig, sonst geht er kaputt. Dann bestreicht Ihr den untern Boden zuerst mit Marmelade und dann mit etwas Buttercreme. Dann kommt das mittlere Kuchenstück. Dieses bekommt ebenfalls Marmelade und Buttercreme ab. Dann folgt das letzte Kuchenteil. Jetzt streicht Ihr den kompletten Kuchen mit der restlichen Buttercreme ein. Ein bisschen Creme solltet Ihr allerdings für die „Cremetuffs“ aufbewahren, mit denen Ihr später die Torte verziert.

Nun könnt Ihr Euren Frankfurter Kranz mit dem Krokant bestreuen. An den Rändern müsst Ihr das Krokant an den Rand drücken. Zum Abschluss spritzt Ihr mit einem Spritzbeutel die „Tuffs“ auf den Kranz. Die belegt Ihr dann mit den Amarenakirschen.

Bevor Ihr den Kuchen servieren könnt, muss er  noch ein paar Stunden kalt stehen.

Lasst es Euch schmecken!

*Danke an Schlagfix, dass Ihr uns für unseren letzten Kaffeeklatsch Eure Sahne zur Verfügung gestellt habt!

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