Beeren-Quark-Törtchen vegan
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Rezept: Veganes Beeren-„Quark“-Törtchen

Bei unserem Supper Club Abend im Juni ist das fruchtig leckere Beeren-"Quark"-Törtchen besonders gut angekommen. Hier nun das Rezept.

Vor einer Woche durften wir endlich wieder bei einem unserer Supperclub-Abende eine Menge toller Leute in unserem Wohnzimmer begrüßen. Bei unserem fünf-gängigen Menü setzten wir natürlich vor allem auf ganz viel bunte und saisonale Zutaten – selbstverständlich alles vegan. Wir freuen uns natürlich und sind auch ein bisschen stolz, dass der eine oder die andere uns im Anschluss nach den Rezepten gefragt hat. Ein guter Grund einmal aufzuschreiben, was wir in der Küche so zusammengekocht haben. Wir starten heute mit dem Rezept zum Dessert: Ein fruchtig-leckeres Beeren-„Quark“-Törtchen….

Lecker, lecker, lecker: Wir lieben Beeren. Und „Quark“. Und „Saane“. Und Desserts. Und überhaupt…

Ihr könnt das Dessert wahlweise in einer runden Springform zubereiten (dann ist es halt eine Torte), in Dessertringen (dann müsst Ihr nur die Böden jeweils ausstechen) oder in einer großen rechteckigen Springform. Für das Dinner haben wir uns für letzteres entschieden (wir brauchten schließlich 25 Stücke :-)). Das Rezept ist hier für eine 26cm Springform ausgelegt. Die Menge müsstet Ihr dann je nach Form anpassen.

Was Ihr braucht: Die Zutaten:

Boden Nr. 1: Mürbe-Nuss-Boden

  • 100g gemahlene Nüsse (ich nehme meist 50g Mandeln und 50g Haselnüsse)
  • 50g Dinkelmehl (630er)
  • 50g Rohrohrzucker
  • 80g Alsan, Raumtemperatur + etwas Alsan zum Einfetten der Form
  • etwas gemahlene Vanille oder Bourbonvanillezucker

Boden Nr.2: Biskuit-Teig

  • 180g Dinkelmehl (630er)
  • 80g Rohrohrzucker
  • 1/2 Eck. Backpulver
  • 50ml Öl, geschmacksneutral
  • 150ml Mineralwasser mit Kohlensäure
  • gemahlene Vanilleschote
  • etwas Zitronenschale

Quark-Saane-Creme

  • 400g Provamel-Alternative zu Quark (im Bioladen – lecker!!!!!)
  • 200ml Sojasahne
  • 4Tl Stärke
  • 5 Tl Zucker
  • 200ml aufschlagbare Saane (wir empfehlen: Schlagfix)
  • 3/4-1 ganzes Tütchen Agar-Agar
  • 2 Tl San-Apart
  • Schale einer 1/2 Zitrone

Der ganze beerige Rest

  • 500g – 750g TK-Himbeeren (je nach Geschmack)
  • 1-2 El Puderzucker
  • einen Schluck Orangensaft
  • 1 Msp. Johannisbrotkernmehl (wenn Ihr das nicht habt, ist es halb so wild)
  • 4 El Himbeermarmelade
  • gemischte Beeren als Dekoration

Wie Ihr es macht: Die Zubereitung:

Die Zubereitung der Torte sieht auf den ersten Blick komplizierter aus als sie ist. Eigentlich lässt sich der beerige Hingucker einigermaßen leicht herstellen. Allerdings braucht Ihr Zeit und müsst mit den einzelnen Arbeitsschritten zwei Tage vor dem großen Schlemmen beginnen. Wenn Ihr die Törtchen oder den Kuchen also zum Beispiel samstags servieren wollt, müsst Ihr am Donnerstag mit der Herstellung der Böden anfangen. Am Freitag macht Ihr dann die Creme und setzt die Torte zusammen. Am Samstag ist dann Zeit für den finalen Schliff: Himbeersauce und Deko.

Boden Nr. 1: Mürbe-Nuss-Boden

Für den Boden muss der Alsan zimmerwarm sein. Ich vergesse das meist und das Fett ist zu hart. Dann stelle ich meist kurz einen Topf auf den Herd, packe den Alsan rein und lasse ihn sich bei niedriger Hitze zu 1/3 auflösen. Danach mischt Ihr alle trockenen Zutaten in einer Schüssel zusammen und gebt im Anschluss das Fett hinzu. Jetzt knetet Ihr alles untereinander bis sich ein weicher Teig ergibt. Nun müsst Ihr noch eine Springform fetten (ich lege die Form eigentlich immer mit Backpapier aus und fette nur den Rand). und den Teig hineindrücken. Keine Sorge: Er lässt sich nicht ausrollen, Ihr müsst wirklich drücken. Am besten stellt Ihr die Form noch ein paar Minuten in den Kühlschrank. Danach backt Ihr den Boden bei 180 Grad Ober-/Unterhitze für ca. 15 Minuten.

Boden Nr. 2: Biskuitboden

Für den Biskuitteig zuerst alle trockenen Zutaten in einer Schüssel verrühren. In einem Messbecher Öl und Wasser abmischen und kurz verrühren. Jetzt die Flüssigkeit zu den anderen Zutaten geben und mit eine Schneebesen zu einem glatten Teig verrühren. Auch diesen Teig gebt Ihr in eine mit Backpapier ausgelegte und gefettete Springform. Den Teig bei ca. 160 Grad Umluft ca. 30 Minuten backen (Stäbchenprobe machen)

Beide Böden komplett auskühlen lassen. Wie bereits erwähnt, lasse ich den Boden einen kompletten Tag in Ruhe.

Vegane Quark-Saane-Creme

Hierfür nehmt ihr einen Teil der nicht aufschlagbaren Sojasahne und verrührt diesen mit Agar-Agar, Zucker und Stärke. Parallel dazu lasst Ihr den Rest der Sojasahne in einem Topf aufkochen. Wenn die Sahne kocht, die Stärkemischung einrühren und noch mal aufkochen. Beiseite stellen und etwas abkühlen lassen – am besten unter Rühren. Parallel dazu könnt Ihr schon mal die Schlagsahne zusammen mit dem San-Apart aufschlagen. Wenn Eure gekochte Sahne langsam anfängt dicker zu werden, könnt Ihr sie esslöffelweise (also vor allem nicht zu schnell) mit dem Quark verrühren. Im Anschluss hebt Ihr die aufgeschlagene Sahne unter die Quarkmischung.

Der Tortenbausatz

Jetzt habt Ihr alle Zutaten zusammen, um Eure Torte zu „bauen.“ Zuerst kommt der Nussboden. Um ihn legt Ihr wieder Eure Springform oder alternativ einen Tortenring. Auf dem Nussboden verteilt Ihr nun die Himbeermarmelade. Wenn sie zu dick sein sollte, könnt Ihr sie in einem Topf erwärmen, damit sie flüssiger wird. Darauf kommt nun der Biskuitboden. Jetzt nehmt Ihr Euch die TK-Himbeeren und verteilt ca. 1/3 auf dem Boden. Wenn Ihr damit fertig seid, folgt die Quark-Creme. Sie wird einfach gleichmäßig über den Himbeeren verteilt, so dass alle Himbeeren gut „versteckt“ und nicht mehr zu sehen sind. Jetzt muss das ganze richtig gut durchwühlen und fest werden: Ab in den Kühlschrank. Auch hier gilt: Am besten über Nacht.

Das Finish: Die Torte wird bunt

Für die Torte braucht ihr noch Eure Himbeersauce. Hierfür die restlichen TK-Himbeeren auftauen lassen und mit Puderzucker, Johannisbrotkernmehl und etwas Orangensaft pürieren. Danach die Sauce passieren, damit keine kleinen Kerne mehr in den Himbeeren sind.

Was als nächstes passiert, kommt auf Euren Plan an. In jedem Fall holt Ihr Eure Torte im Rohbau aus dem Kühlschrank und entfernt den Tortenring. Wenn Ihr vier- oder rechteckige Tortenstücke schneidet, macht Ihr dies jetzt und zuerst. Wollt Ihr eine ganze Torte auf der Kaffeetafel stehen haben, solltet Ihr den Rohbau auf einen Tortenteller stellen und die Sauce jetzt über die komplette Torte gießen. Die Sauce darf an den Seiten gerne etwas runterlaufen. Wenn Ihr Stücke macht, wird die Sauce über die einzelnen Stücke gegeben. Im Anschluss dekoriert Ihr die Stücke oder die ganze Torte mit den Beeren, die Ihr dafür eingekauft habt. Fertig und lecker! 🙂

  1. Welche Sahne genau nehme ich dafür am besten?

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